Wie geht das....

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Fragen & Antworten

Region und Bevölkerung

Wird die Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse und Bewilligungen einbezogen?

Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, in verschiedenen Phasen des Projektes Einfluss zu nehmen:

  • Baurechtsverträge zwischen den Gemeinden und Parc da vent Lumnezia AG (Abstimmung in den Gemeinden)
  • Anpassung des regionalen Richtplans (öffentliche Auflage)
  • Teilrevision der Nutzungsplanung (Abstimmung in den Gemeinden)
  • Baubewilligung (öffentliche Auflage)

Was haben die Bevölkerung und die Gemeinden von einem solchen Projekt?

Die Gemeinden und die Bevölkerung können über verschiedene Wege von einem Windpark in der Surselva profitieren. Zum einen werden über den Firmenstandort in Lumbrein Steuern generiert. Zum andern können die Gemeinden vom Baurecht profitieren. Auch die Möglichkeit der Beteiligung steht offen. Beim Bau des Windparks sollen vor allem lokale Unternehmen berücksichtigt. Es werden zudem neue qualifizierte Arbeitsplätze für den Betrieb des Windparks geschaffen.

 

Strom und Technik

Wie viel Strom wird produziert?

Es wird mit einer Produktion von bis 50 GWh pro Jahr gerechnet.  Diese Stromproduktion entspricht dem Verbrauch von ca. 15’000 durchschnittlichen Schweizer Haushalten.

Wie werden die Windenergieanlagen an das nationale Hochspannungsnetz angeschlossen (oberirdisch, unterirdisch)?

Die interne Parkverkabelung und sowie die Abführung der Energie an die geplanten Einspeisepunkte ins Netz erfolgen oberirdisch. Die Einspeisung ins Netz bei Lumbrein wird derzeit mit dem EW Lumbrein und Repower abgeklärt. Die Talschaft Lumnezia wird von einer verbesserten Netzstabilität profitieren.

 

Umwelt und Landwirtschaft

Wird der Bau der Windenergieanlagen irreparable Schäden verursachen?

Eingriffe in die Natur sind unabdingbar. Windenergie hat aber den Vorteil, dass die Eingriffe in die Natur verhältnismässig klein sind. Bereits in der Bauphase wird darauf geachtet, dass möglichst wenig Umweltschäden entstehen. Eine Windenergieanlage hat eine Lebensdauer von 20 - 30 Jahren. Je nach Bedarf kann ein Repowering (Ersatz durch eine neue bessere Maschine) gemacht werden. Haben wir eines Tages keinen Bedarf mehr für diese Energieform, wird die Anlage abgebaut und recycelt. 90 % davon sind bereits heute wiederverwendtbar. Der sichtbare Teil des Fundamentes wird rückgebaut. Somit bleibt noch die Schotterpistenstrasse, welche weiter für die Alpen genutzt werden können.

Werden schützenswerte Gebiete tangiert?

Bei der Planung der Zuwegung zum Windpark und für deren Fläche wird darauf geachtet, dass möglichst keine geschützten Gebiete tangiert werden. Falls dies nicht überall möglich ist, wird ausserordentlich schonend vorgegangen und im Rahmen der UVP abgehandelt.

Können die Alpweiden von den Tieren weiterhin genutzt werden?

Eine gleichzeitige Nutzung des Gebietes durch Windenergieanlagen und Landwirtschaft ist weiterhin möglich. Während der Bauphase im Sommer kann es zu Einschränkungen kommen. Erfahrungen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zeigen, dass die Parallelnutzung als Landwirtschafts-  und Erholungsgebiet sehr gut funktioniert.

In unserem Fall wurden bereits Gespräche mit allen betroffenen Lumneziern wie Alpbesitzern, Bewirtschaftern und dem Amt für Landwirtschaft Graubünden geführt. Im Rahmen der UVP wird dieser Bereich vertieft behandelt.